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GTFS-Verbindungssuche: RAPTOR real erprobt (2026-08-19)
Kontext: Webseite urlaub.perfekt-ohne-en.de (Zugsuche, nur Nahverkehr/kein ICE). Nutzer stellte echte GTFS-Datei bereit (Regional/S-Bahn) — Verarbeitung brachte mehrere harte Lektionen.
Lektion 1: RAPTOR verbessert, aber ist KEINE fertige Lösung
Einfacher Dijkstra auf GTFS ist instabil bei grossen Knoten: benachbarte Ziele ergaben absurde Differenzen (Mainz→Berlin 11h vs. Nachbar Wiesbaden 3h — unmoeglich). RAPTOR (Round-Based) ist der richtige Algorithmus und verbessert die Konsistenz (Mainz & Wiesbaden → Berlin wurden konsistent ~8h22).
ABER: RAPTOR erzeugt weiterhin einzelne absurde Fernwerte (z.B. Mainz→Berlin ~22h, real Regional ~7-9h; Trefferquote ~66-95%). Ein Algorithmus mit solcher Einzelfehlerquote darf NICHT als finale Fahrzeit-Quelle ausgegeben werden.
Praxisfix (Nutzer-Entscheidung „3 dann 1"):
- Option 3 (sofort): nur team-verifizierte Kernzeiten konkret anzeigen
(Plausibilitaets-Anker: Trier→Saarbruecken ~1h, Koeln→Aachen ~50min, vom Team
bestaetigt). Alle anderen Verbindungen →
fahrzeit_h='pruefen'in SQLite; Template rendert stattdessen orangen Hinweis „vor Fahrt prüfen". NIE absurde/inkonsistente Zahl als real stehen lassen. - Option 1 (danach): robuste Suche erst auf die Seite schreiben, wenn JEDER Wert separat gegen einen Plausibilitaets-Anker verifiziert ist.
Lektion 2: Konsistenz-Check = Nachbar-Ziele gegeneinander pruefen
Der schnellste Fehlerdetektor: benachbarte Ziele vergleichen. Mainz→Berlin darf nicht dramatisch von Wiesbaden→Berlin abweichen (gleiche geographische Lage). Erst wenn das Cluster konsistent ist, Werte freigeben.
Lektion 3: PDF-Haltestellenliste via VORAB-PFAD-CACHE
Nutzerwunsch: PDF soll die komplette Verbindung (von → zwischenhalte → nach) zeigen,
nicht nur Start/Ziel. On-the-fly-Routing bei jedem PDF-Aufruf ist zu langsam
(RAPTOR ~40-200s → nginx 504 Gateway Timeout).
Lösung: Vorab einmalig Pfad-Cache bauen (pfade_cache.json), NUR die Kern-Ebenen
1+2 (~1.900 eindeutige von|nach-Paare; Ebene 3 = Kleinstaedte braucht keine eigenen
PDFs). PDF-Route liest json.load(cache)[f"{start}|{ziel}"]["seg"] → Ladezeit von
504 auf ~0,4s. Wiederverwendbares Muster: Wenn On-the-fly-Berechnung zu langsam
ist, vorab einen Cache bauen und die Route daraus lesen.
- Template ergaenzt Start-Stadt als ersten + Ziel-Stadt als letzten Eintrag, damit
die Liste immer den Rahmen
von → ... → nachbildet.
Lektion 4: GTFS-Datenmodell-Fallen
stops.txtSpaltenreihenfolge ist NICHTstop_id,stop_name,...— sie iststop_name,parent_station,stop_id,stop_lat,stop_lon,.... Beim Import die echte stop_id aus den richtigen Spalten ziehen (parent_station ist oft die nutzbare ID).- Ein Bahnhof hat mehrere stop_ids (Saarbruecken Hbf hat 6, nur je 1 aktiv in
st; Koeln Hbf hat 2). Geo-Merging (<350m) gruppiert sie; sonst matcht die Suche auf eine tote ID und liefert „keine Verbindung". - Zeit-Spalten:
HH:MMODERHH:MM:SS— to_sec() muss beides handhaben. - COROS/Efa-Text-APIs liefern oft
\\nals literalen Backslash-n statt echten Zeilenumbruchen → vor dem Parsentext.replace('\\n','\n').
Performance-Falle bei Gesamt-Neuberechnung
Pro-Profile-Query (33 Abfahrtszeiten) × pro Verbindung ist zu teuer fuer ~12.000 Verbindungen (huubai 18h). Effizienter: EIN Dijkstra/RAPTOR je eindeutiger Start-Bahnhof (Ausbreitung zu allen Zielen in einem Lauf) → ~250 Starts statt 12.000 × viele → von Stunden auf ~10min. Cache die Ausbreitung je Start und lese die Ziel-Ankunft daraus ab.